Muzica
 


Ion Pachia-Tatomirescu - Baum im Haus / Copac în casă

Suche unter der Rinde des Baumes, ich mag
die parabelhaft raunenden Höllenhunde in den Zweigen,
die sich in meinen Fenstern festsetzen, die Belagerung proben −
unverwüstbar bleibt mein Glaube nur mit Vögeln, ungewogene,
ungezählte, ungeteilte − denn ihr betretet mein Haus,
ihr seht, ohne die Türen oder die unschuldig zerblitzten Fenster zu öffnen;
ich verneine im ersten Stockwerk dass es in meinen Baum von der Mitte
aufwärts zu geschneit hat − und er war im Haus, im ersten Zimmer,
und er konnte die Zweige in ihrem Flehen zum Himmel
nicht mehr zähmen, sie schlugen durch die Decke, bewurzelten ihn,
trieben hoch das Holzbett, schwer identifizierbar im Urstockwerk;
aber, indem ich zur Decke stieg und das neue Stockwerk bewohnte,
auf Regen und Laubwerk meines Baumes schlief, der das Haus
unten bewurzelt hat, stellt mich auf die Probe ein anders geahnter Greif,
dessen Auge ich nur streife mit den Lichtern meines
von Decke zu Decke eilenden Stammes, so dass ich nicht erbetteln kann
die Sprache der ersten Wurzeln in der Verunendlichung nach unten,
wo keine Körperkreise hinzukommen und ungewogenes Weiß ist,
mit kaum zweitausend Jahresringen im Stamme
und abertausende verloren gehen in den Wurzeln, die
zum Deckensaum streben im menschenleeren Haus...!

Aus dem Walachishen / Rumänischen von Anton Palfi.




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